Wie Sie entscheiden welcher Bausparvertrag es werden soll

Publiziert von Björn am Dienstag den 31.07.2012 um 10:22 Uhr

Bei test.de wurden 154 Beratungsgespräche geführt, dabei ist rausgekommen das nur 4 von 22 Bausparkassen gut beraten haben. Das ist Anlass genug um sich mal Grundsätzlich darüber Gedanken zu machen wie Sie entscheiden welcher Bausparvertrag es werden soll.

Ein Bausparvertrag kann gut und Sinnvoll sein um sich niedrige Zinsen zu sichern. Entscheidend dabei ist welches Ziel und welchen Rahmen Sie Ihrem Bausparvertrag geben.

Klären Sie für sich welches (1.Ziel Sie mit dem Bausparvertrag verfolgen, bestimmen Sie dann so gut es geht den (2.Rahmen (es kann durch aus ein Punkt dabei weggelassen werden, dieser wird Ihnen dann ausgerechnet, abgesehen von „Zusätzliche Einzahlungen“) und prüfen Sie nach Erhalt der Angebote ob alle (3.notwendigen Daten enthalten sind.

1. Welches Ziel verfolgen Sie mit Ihrem Bausparvertrag?

  • Zinsen sichern
    Sie möchten den Bausparvertrag zur Modernisierung, zum Kauf oder Bau einsetzen und für einen Teil des benötigten Darlehens die Zinsen sichern. Sie legen Wert auf einen niedrigen Darlehenszins.
  • Sichere Rendite
    Sie werden sehr wahrscheinlich das Bauspardarlehen nicht in Anspruch nehmen. Ihnen ist eine möglichst hohe jährliche Verzinsung wichtig, sowie ein Bonus am Ende der Ansparzeit.
  • Flexible Gestaltung
    Sie wissen noch nicht ob Sie den Bausparvertrag für ein Darlehen benötigen. Sie möchten jetzt mittelgute Sparzinsen und später entscheiden was Sie tun (also ggf. auch mittelgute Darlehenszinsen sichern). Da Bausparen aber grundsätzlich sehr sicher ist, halten Sie es für eine gute Möglichkeit zu sparen.

2. Welchen Rahmen soll Ihr Bausparvertrag haben?

  • Bausparsumme
    Die Bausparsumme sollte realistisch und nicht zu hoch sein. Bei den wenigsten Vorhaben macht es Sinn alles über einen Bausparvertrag zu finanzieren, abgesehen von den „Schönheitsreparaturen“ die in der Regel maximal 30.000 Euro betragen.
  • Zeitlicher Rahmen
    Wählen Sie den zeitlichen Rahmen je nach Verwendungszweck. Beispiel: Wenn ich mir die Zinsen sichern möchte um das Bauspardarlehen zu bekommen. Dann zahle ich nur so lange in den Bausparvertrag ein bis er zuteilungsreif ist. Eine Überzahlung ist nicht zweckmäßig. Bei reinen Sparverträgen beträgt die (maximale) Ansparzeit in der Regel 7 Jahre.
  • Zusätzliche Einzahlungen
    Für einen ordentlichen Vergleich sollten Sie entweder konservativ mit geringen zusätzlichen Einzahlungen rechnen oder besser erst mal ohne Sonderzahlungen und später das Favorisierte Angebot im Detail nochmals mit zusätzlichen Einzahlungen.
  • Monatliche Sparrate
    Legen Sie sich hier fest und folgen nicht den Empfehlungen eines Beraters. Es muss in Ihre persönliche Haushaltsrechnung passen. Hilfreich ist es eine Spanne von bis festzulegen.
  • Monatliche Tilgungsrate
    Nicht nur die Sparrate muss passen sondern auch das was ich später für das Darlehen zu bezahlen habe. Achten Sie also hier ebenso auf die monatliche Belastung. Je nachdem wie hoch oder niedrig diese gewählt wird verändert sich die Gesamtlaufzeit.

3. Welche Daten müssen im Angebot zum Bausparvertrag enthalten sein?

  • Höhe der Bausparsumme
  • Wann der Vertrag voraussichtlich zugeteilt wird
    (Zuteilungszeitpunkt)
  • Die genaue monatliche Sparleistung in Euro
  • ggf. Sonderzahlungen während der Sparphase
    (sofern diese einkalkuliert und berücksichtigt werden sollten)
  • Höhe des Guthabens im Bausparvertrag zum Zuteilungszeitpunkt
  • Höhe des möglichen Bauspar-Darlehens zum Zuteilungszeitpunkt
  • Die genaue monatliche Tilgungsleistung in Euro
    (auch wenn das Bauspardarlehen nicht in Anspruch genommen wird)
  • Dauer der Tilgungsphase des Bauspar-Darlehens
    (Sparphase + Tilgungsphase = Gesamtlaufzeit)

Wenn alle Angebote nach Ihrem Rahmen auf der gleichen Datenbasis erstellt worden sind dann ist für Sie klar erkennbar welcher Bausparvertrag für Ihr Ziel der günstigste ist. Angebote die von Ihrem Rahmen abweichen, sollten Sie sich zwar anschauen, aber wenn Ihnen die Daten „geschönt“ vorkommen eine Korrektur verlangen, diese nicht berücksichtigen oder den Berater um eine Erklärung bitte ggf. ist die Abweichung für Sie ja Vorteilhafter.

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