Bundesländer gehen auf 5% Grunderwerbsteuer

Publiziert von Björn am Freitag den 19.08.2011 um 07:43 Uhr

Erinnern Sie sich noch an die Grunderwerbsteuer die früher überall mal 3,50% betragen hat? Dies wird ab dem 01.10.2011 nicht mehr der Fall sein. Dann haben fast alle Länder die Möglichkeit genutzt die Grunderwerbsteuer anzupassen. Seit 2006 haben die Länder die Kompetenz dazu erhalten und nutzen Sie jetzt fast alle. Zum 01.10.2011 erhöht Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. In 2012 ziehen dann Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz nach.

7. April 2011:

  • Thüringen hat die Grunderwerbsteuer von 3,50% auf 5,00% erhöht

01.10.2011:

  • Baden-Württemberg erhöht die Grunderwerbsteuer von 3,50% auf 5,00%
  • Nordrhein-Westfalen erhöht die Grunderwerbsteuer von 3,50% auf 5,00%

In 2012:

  • Schleswig-Holstein erhöht die Grunderwerbsteuer von 3,50% auf 5,00%
    (wahrscheinlich ab 01.01.2012)
  • Rheinland-Pfalz erhöht die Grunderwerbsteuer von 3,50% auf 5,00%
    (wahrscheinlich ab 01.03.2012)

Nach diesen Erhöhungen liegt die Grunderwerbsteuer bei 12 von 16 Bundesländern über 3,50%! Das bedeutet für Käufer von Immobilien erhöhte Kaufnebenkosten und ggf. ein höherer notwendiger Eigenkapitaleinsatz.

Folgende Bundesländer halten noch die 3,50% Grunderwerbsteuer bzw. haben eine Erhöhung noch nicht offiziell angekündigt::

  • Bayern
  • Hessen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Sachsen.

Beispiel zu den Kaufnebenkosten:

200.000 Euro Kaufpreis in Thüringen, Kaufnebenkosten: Notar (1,50%) + Grunderwerbsteuer (5,00%) + Immobilienmakler (3,57%) = 10,07% Kaufnebenkosten = 200.000 Euro * 10,07% = 20.140 Euro Kaufnebenkosten die sollten mindestens als Eigenkapital gebracht werden wenn Sie eine ordentliche Kondition haben wollen. Wenn die finanzierende Bank zudem noch einen Sicherheitsabschlag von 10% vom Kaufpreis der Immobilie abzieht dann müsste der Sicherheitsabschlag ggf. mit Eigenkapital ausgeglichen werden oder es entsteht ein größerer Blankoanteil der ggf. mit einer höheren Tilgung/Rate bedient werden muss.

Im Grund kann man sagen dass die alte goldene Bankenregel wieder anzuwenden ist. Und diese lautete: Mindestens 20% Eigenkapital!

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