Smart metering, ist (noch) nicht so smart

Publiziert von Björn am Dienstag den 28.08.2012 um 17:00 Uhr

Die intelligente Stromzählung/-steuerung wird im Fachjargon auch smart metering genannt. Ein intelligenter Stromzähler wird smart meter genannt, aber nur wenn er einen Mikroprozessor besitzt. Neu ist das smart metering allerdings nicht, in Deutschland wurden schon einige Pilotprojekte von EnBW, Vattenfall, RWE, Yello Strom und jeda energie durchgeführt. Allerdings wurden jetzt Gerüchte über eine flächendeckende Einführungspflicht laut, bis September 2012 soll der Bund dazu entscheiden. Grund genug Ihnen einen Überblick über smart metering zu geben.

Videos zu smartmetering

 

 

Vorteile
 smart metering
Nachteile
 smart metering
  • Einsparpotenzial zwischen 4% bis 9% möglich. Je größer die Familie umso höher das Einsparpotenzial.
  • Die jährliche Stromablesung wird überflüssig, Daten können vom Stromanbieter abgerufen werden.
  • Der Verbraucher kann seinen aktuellen Stromverbrauch kontrollieren und besser beeinflussen.
  • Stromfresser z.B. Geräte im Stand-by-Modus werden schnell entlarvt.
  • Eine Gerätesteuerung wäre möglich z.B. die Waschmaschine wäscht bei Nacht mit günstigem Nachtstrom.
  • Zeitvariable Tarife sind denkbar. Dadurch könnte der Verbraucher sparen wenn er z.B. seinen Strom am Wochenende bezieht oder in der Nacht.
  • Das Einsparpotenzial kann nur durch ein geändertes Nutzerverhalten erreicht werden. Zudem wurden die „Probanden“ bei den Pilotprojekten fachmännisch beraten.
  • Der Stromverbrauch des Stromzählers ist beim smart metering 3-mal so hoch, da eine „ständige“ Kommunikation mit Stromanbieter und Heim-PC etc. notwendig ist.
  • Datenschutz muss geklärt sein, durch die dauernde Übertragung des Stromverbrauchs können Lebensgewohnheiten abgelesen werden sowie die Anzahl der Bewohner bestimmt werden.
  • Um smart metering optimal mit der Gerätesteuerung zu verknüpfen sind Geräte notwendig die SG-Ready unterstützen.
  • Die Kosten die durch die Umrüstung auf smart metering entstehen werden auf die Verbraucher umgelegt.
  • Je nach Datenübertragungsart werden die Verbraucher einer weiteren Strahlungsquelle täglich ausgesetzt.


Persönliches Fazit

Grundsätzlich ist bei vielen Deutschen das Verständnis etwas zur Klimarettung und Strom- einsparung beizutragen da. Smart metering ist sicherlich ein Baustein der das Bewusstsein weiter unterstützen kann. Eine Pflicht halte ich jedoch für absolut überzogen und scheint mir von Lobbyarbeit geprägt. Aktuell überwiegen die Kosten den Nutzenvorteil um Längen. Bedeutet um die Einsparung von 4% bis 9% zu erreichen kann ich auch ohne smart metering mein Nutzerverhalten ändern.

Kategorie